04.02.2016 - 3.1 Antrag des Jugendbeirats zur Befestigung des Jö...

Beschluss:
abgelehnt
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Wortprotokoll

Herr Harder verliest Wortlaut und Begründung des Antrags (Anlage 1).

Die CDU erklärt, dass sie bei ihrer Haltung von 2012 bleibt: Der Weg soll naturbelassen bleiben, da er bei Frost und im Herbst ansonsten zu gefährlich sei. Frau Dorbandt berich­tet, dass sie als Weg-Nutzerin häufiger „rasenden Radfahrern“ begegnet und sie befürch­tet, dass die Pflasterung dies verstärkt.

Auch die FDP lehnt den Antrag ab. Herr Dr. Thöm fragt, ob es die Möglichkeit eines ande­ren Belags wie z.B. beim Elbwanderweg gibt. Frau Woywod erwidert, dass der Elbwander­weg wesentlich neuer ist und dass im Autal vielmehr Nässe herrscht. Die Verwaltung ist sich bewusst, dass der Zustand nicht optimal ist, aber leider kann man zurzeit nichts daran ändern.

Herr Hagendorf kann die Einwände verstehen, fragt aber, ob man nicht mit einem anderen Untergrund die Probleme in den Griff bekommen kann. Darüber hinaus sei eine Pflasterung nicht so pflegeintensiv und damit günstiger. Er wehrt sich gegen die Verbindung von Nut­zerverhalten und Untergrund. Seiner Meinung nach, dürften nicht alle bestraft werden, nur weil sich ein Teil falsch verhalte. Er fragt, ob die Verwaltung es für möglich hält, dass der naturnahe Charakter eines Wanderwegs mit den Ansprüchen an einen Verkehrsweg verbun­den wird, sodass eine ganzjährige Befahrbarkeit gewährleistet und das Stadtbild sogar noch aufgewertet wird.

Die SPD erwartet ein Gesamtkonzept mit Aussagen, Priorisierungen und Mängelbeseitigung. Schon 2000 habe Argus einen Plan zur Verbesserung der Radwege vorgeschlagen. Herr Lie­berknecht erinnert daran, dass die für ein Konzept nötige Bestandsaufnahme in diesem Ausschuss abgelehnt wurde. Man bringe es in den Ziel-Workshops immer wieder ein. Auch in diesem Haushalt ist die Maßnahme vorgesehen, falls sie nicht wieder gestrichen werde.

Herr Harder wirft ein, dass der Jugendbeirat auch mit einem anderen Belag als Pflaster zufrieden wäre. Er gibt zu bedenken, dass die Ertüchtigung des Jörg-Balack-Wegs wesent­lich günstiger ist als einen neuen Radweg auf der Trasse der Südumgehung anzulegen. Es gebe nur 2 Möglichkeiten um das Problem an der Mühlenstraße zu entzerren und trotzdem vom Bahnhof zur Altstadt zu gelangen: entweder den Jörg-Balack-Weg zu befestigen oder einen Radweg auf der Trasse der Südumfahrung zu schaffen.

Herr Dr. Sonntag erklärt für die Grünen, dass sie den Antrag unterstützen, weil es erstens ein Schulweg ist und zweitens die Verbesserung der Radwege zur Verringerung des Auto­verkehrs führen kann.

Herr Grabau wünscht sich, dass die gesamte Strecke bis zur Pestalozzischule ganzjährig befahrbar ist.

Die Linke ist grundsätzlich für eine Befestigung, will aber den Beschluss verschieben, da­mit die Verwaltung andere Beläge prüft. Frau Woywod erwidert, dass Pflaster oder As­phalt möglich sind, die Verwaltung aber Pflaster bevorzugt.

 

Der Vorsitzende lässt über den Vertagungsantrag der Linken abstimmen. Dieser wird mit 2 Ja / 10 Nein / 1 Enthaltung abgelehnt.

 

Dann lässt er den Ausschuss über den Antrag des Jugendbeirats (Anlage 1) abstimmen. Der mit 5 Ja / 8 Nein / 0 Enthaltungen ebenfalls abgelehnt wird.

 

 

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Anlagen