10.03.2026 - 4 Projektpräsentation Deutsche Post DHL Rissener ...

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Wortprotokoll

Der Vorsitzende begrüßt die Gäste. Herr Eckelmann erläutert das geplante Konzept der Betriebsstätte in Wedel, Herr Voss stellt die planerischen Grundzüge des Projektes vor. Die Präsentation ist als Anlage zur Sitzung im Bürgerinformationssystem hinterlegt.

Die SPD-Fraktion dankt für die Präsentation und äußert ihre Freude über den baldigen Abriss des alten Gebäudes. Positiv sei zudem, dass der Wald erhalten bleibe, das Gelände noch grüner werde, es sich bei der Ansiedelung um einen Arbeitsgeber mit Tarifvertrag handelt und die KZ-Gedenkstätte würdiger gestaltet wird. Bisher sei der Standort der DHL in Wedel deutlich kleiner, man würde gerne wissen, woher die Kapazitäten abgezogen werden.

Herr Eckelmann erläutert, dass bisherige Standorte in Blankenese, Sülldorf und Schenefeld nach Wedel zusammengezogen werden. Diese hätten keine gut geeigneten Logistikflächen, man werde die Mietverträge daher auslaufen lassen.

Die FDP-Fraktion findet die Planung deutlich ansprechender und grüner als andere vergleichbare Logistikflächen und fragt, ob die vorhandenen Trassen oder die geplante Photovoltaik ausreichen werden, um die geplante Elektromobilität zu versorgen.

Herr Voss erläutert, dass die vorhandene Trasse in der Rissener Straße ausreichen sollte. Zudem wird über große Batterieanlagen nachgedacht, die den tagsüber gespeicherten Strom nachts in die Fahrzeuge laden können.

Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen dankt für den sensiblen Umgang mit dem Wald und der Gedenkstätte. Sie hatte gemeinsam mit dem Arbeitskreis Rechtsradikalismus und Ausländerfeindlichkeit vorgeschlagen, die Gedenkstätte in den Wald zu verlegen. Vielleicht sei es trotzdem möglich, im Wald einen Erinnerungsort z.B: für Schulklassen mit Schildern an den Bäumen zu schaffen.

Herr Voss erläutert, dass die Gedenkstätte den Wald eher schädigen würde und in für jede Idee die Forstbehörde eingebunden werden müsste. Zudem sei der nun geplante Ort öffentlich einsehbar und schütze vor unerwünschten längeren Aufenthalten.

Die CDU-Fraktion dankt für die Präsentation und begrüßt das Projekt, den Abriss des Altbestandes, die Photovoltaikanlage und dass der Gedenkstein erhalten bleibe und mehr in den Vordergrund rücke. Der Wald sollte Wald bleiben, man müsse vom Investor nicht noch mehr fordern.

Die Bürgermeisterin freut sich über die Fortschritte in dem Projekt und dass DHL dieses in Wedel umsetzen will. Die Gedenkstätte werde viel würdevoller, durch die nächtliche Beleuchtung auch sichtbarer und biete zukünftig Sitzgelegenheiten. Natürlich sei es schön, dass das Altgebäude abgerissen wird, aber unabhängig davon sei es begrüßenswert, dass DHL nach Wedel komme und sich hier als Arbeitgeber präsentiere.

Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen fragt, ob es möglich ist, die jetzt geplanten ca. 45qm noch zu vergrößern.

Frau Kruse und Herr Voss erläutern, dass die Fläche jetzt schon recht großzügig bemessen sei, insbesondere wenn man berücksichtigt, dass es sich um Privatgelände handelt, dass zur Verfügung gestellt wird. Die Planer und die Verwaltung hätten mit dem Bauherrn bis an die Grenze diskutiert, denn die DHL bezahle schließlich dafür.

Die CDU-Fraktion empfindet die vorgestellte Planung als genau richtig, es handle sich um einen Gedenkort und nicht um eine Aufenthaltsstätte.

Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen sieht auch, obwohl ihr Vorschlag ursprünglich ein anderer war, dass hier ein würdiger Gedenkort entsteht. Allerdings werde sich an der Geräuschkulisse nichts verändern. Durch den Verkehr auf der B431 ist es dort sehr laut und man könne sich kaum verstehen, daher auch der Vorschlag, den Stein in den Wald zu verlegen. Es wird verstanden, warum dies nicht möglich ist, aber vielleicht könne die Stadt über eine Lärmauffangwand nachdenken. Gut seien die Sitzgelegenheiten, gerade für die älteren Besucher*innen. Schade seien die geäußerten negativen Gedanken, gleich werde wieder vermutet, dass der Ort verschmutzt werden würde. Es wird gefragt, warum so viele Stellplätze in dem Projekt vorgesehen sind und ob diese offenporig hergestellt werden.

Herr Voss erläutert, dass die Erfahrung zeige, dass viele Mitarbeitende mit dem Auto kämen, aber selbstverständlich werden auch Fahrradabstellplätze zur Verfügung gestellt. Für die Herstellung werden Rasengittersteine verwendet, insgesamt werde versucht, die Versiegelung auf dem Gelände gering zu halten.

Die SPD-Fraktion gibt hinsichtlich der angesprochenen Lärmauffangwand zu bedenken, dass diese an einem solchen Ort schnell beschmiert werden würde.

Die CDU-Fraktion fragt, ob die Stellplätze auch für Fremdparker zur Verfügung stehen, was Herr Voss verneint, da es sich um das Betriebsgelände handelt.

Der Vorsitzende dankt für die Präsentation und das Gespräch und verabschiedet die Gäste.

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