15.01.2026 - 3 Bericht der Feuerwehr

Reduzieren

Wortprotokoll

Der Wehrführer berichtet über verschiedene Themen. Im vergangenen Jahr 2025 gab es insgesamt 454 Einsätze der Feuerwehr, die Silvesternacht war insgesamt sehr ruhig. Alleine im Januar 2026 gab es bis zum heutigen Tag schon 60 Alarme, viele aufgrund der aktuellen Wetterlage. Einige Einsätze davon wären jedoch nicht nötig gewesen. Als Beispiel wird die Beseitigung von Eiszapfen angeführt, die gefahrenlos vom Anrufenden selbst hätten entfernt werden können. Die Vorsitzende erkundigt sich, ob diese Einsätze nicht sehr viel Geld kosten würden. Der Wehrführer erklärt, dass das stimmt. Wenn sich Eiszapfen über öffentlichen Gehwegen befinden, dann liegt eine Gefahrenlage vor und der Einsatz der Feuerwehr ist berechtigt. Die Verwaltung ergänzt, dass ein Feuerwehr-einsatz nachträglich in Rechnung gestellt werden kann, wenn der Anrufende selbst die Eiszapfen im Rahmen seiner eigenen Verkehrssicherungspflicht gefahrenlos hätte entfernen können.

 

Das Jahr hat direkt spannend begonnen, denn die Bombenentschärfung am 11.01.2026 im Industriegebiet hat auch die Feuerwehr intensiv beschäftigt. Es mussten rund 400 Leute während der Entschärfung untergebracht werden, insgesamt haben in allen Bereichen etwa 150 Einsatzkräfte einen großartigen Job gemacht - von der Planung, über den Bauhof bis hin zur Betreuung und Unterstützung der untergebrachten Menschen in der Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule. Natürlich gab es ein paar wenige Menschen, die sich über etwas beschwert haben, aber insgesamt war die Stimmung sehr gut und die Dankbarkeit der Menschen zu spüren. An dieser Stelle bedankt sich auch die Bürgermeisterin für die tolle Zusammenarbeit und weist auf die an diesem Tag herrschende Doppelbelastung aufgrund der Wetterlage hin. Das gesamte Team hat tatkräftig zusammengearbeitet, was für viel Sicherheit und einen reibungslosen Ablauf gesorgt hat. Zudem bedankt sie sich auch bei den Mitarbeitenden des Bauhofes, die aufgrund der aktuellen Wetterlage sehr viel zu tun und das gesamte Evakuierungsgebiet inklusive der Nebenstraßen geräumt haben.

 

Die Nachfolge des Wehrführers ist noch immer nicht geklärt. Es gab jedoch ein Treffen mit möglichen Kandidaten und der Wehrführer ist vorsichtig optimistisch, dass demnächst eine erneute Wahl stattfinden kann. Am 13.02.2026 ist die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wedel, bis dahin wird die Nachfolge aber wahrscheinlich noch nicht geklärt sein.

 

Im Hinblick auf den Haushaltsentwurf 2026/2027 gab es auch bei der Feuerwehr intensive Gespräche über mögliche Sparmaßnahmen. Insgesamt hält sich die Ausfallquote aufgrund der Langlebigkeit der Technik in Grenzen, bei manchen Fahrzeugen könnte man daher unter Umständen die Laufzeitdauer verlängern. Die Anzahl der Fahrzeuge kann jedoch nicht reduziert werden.

 

Des Weiteren ist der Motor am Notstromaggregat der Feuerwehr defekt. Wenn es jetzt einen Stromausfall gäbe, wäre es bei der Feuerwehr dunkel. In Planung ist ein fahrbares Notstromaggregat, welches jedoch sehr kostenintensiv ist. Ein finales Ergebnis steht noch nicht fest.